FAQ
Was ich schon häufiger gefragt wurde
und was meine Antworten darauf sind.


16 JAHRE www.quick-pics.de
26. Oktober 2004 bis 26. Oktober 2020

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Mich inspiriert immer noch manches, meine eigenen fotografischen und künstlerischen Gedanken und Ideen umzusetzen. Mich langweilt allerdings auch zunehmend vieles. Denn manches, was mir in letzter Zeit begegnet (ist) erscheint mir Wiederholungen - ja, fast Plagiate - zu sein von bekannt wirkendem, oft (ähnlich) gesehenem. Irgendwie ist die Spannung raus, die Lust zu betrachten verliert sich und vor allem sich damit zu beschäftigen. Ist Ähnliches etwas Neues, ist es etwas Eigenes oder ist einfach nur ein Abklatsch von etwas Bekanntem; ein Aufsatteln, ein Andocken, um Sehgewohnheiten günstig gestimmt für sich zu gewinnen?

In diesem Sinne.

Axel Arendt


13 JAHRE www.quick-pics.de
26. Oktober 2004 bis 26. Oktober 1917

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Nach wie vor bin ich von vielem und vielen inspiriert meine fotografischen und künstlerischen Gedanken umzusetzen.

Meine Ideen haben sich allerdings ein wenig dahin verändert, dass es mir wichtiger wird, künstlerische Aspekte aus Kultur und Kunst explizit zu unterstützen. Dazu gehört, dass ich dafür seit längerem über Facebook die Seite “Culture And Art | dates” als Plattform nutze.

Mich beeindrucken ganz besonders die Ausstellungen der NordArt in Büdelsdorf, die der Stiftung Gerisch in Neumünster, die Ausstellungen im Kunsthaus in Stade und die im Ernst Barlach Haus in Wedel.

Danke an alle, die mich in meinen Ideen unterstützen und vor allem Gefallen finden an meinem Tun. Danke wieder für die anregenden Gespräche mit René Menges, Birgit Nordmann, Katerina Mewes sowie den vielen anderen GesprächspartnerInnen den ich begegne.

Axel Arendt


10 JAHRE www.quick-pics.de
26.10.2004 - 26.10.2014

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2004 hat alles wieder angefangen, meine Leidenschaft für Fotografie neu und breiter zu entdecken.

Die Idee, meine schweifenden Blicke auf Dinge und Menschen einzufangen - sofern dies überhaupt möglich ist - und einem breiterem Publikum zu zeigen. Hinzugekommen ist die Dokumentation von Kunsterereignissen mir bekannter und unbekannter KünstlerInnen, die ich immer wieder gerne auf ihrem Weg begleite, dabei vor allem in ihrem Erfolg unterstützen möchte.

Entwickelt hat sich das Forum "Culture And Art | dates" als Plattform für News, Informationen und Terminen zu und über Kunstereignisse, maßgeblich für Hamburg, Berlin und den Norden Deutschlands an sich, sowie interessanten bundesweiten und ausländischen Ereignissen.

Danke für die Unterstützung und Anregungen von Wolfgang Schröder (Künstler und mein Kunstlehrer), Martin Böttcher (Musik und mein Musiklehrer), mein ungarischer Dozent für Fotografie Babos, René Menges (Fotograf), Ilse Lorenzen (Künstlerin und Kunsttherapeutin), Monika Schröder (Künstlerin), Alfred Stefan Mattes (Künstler), Sabine Hammacher (Künstlerin), Birgit Nordmann (Künstlerin), Brigtte Kratschmayer (Künstlerin), Maria Hobbing (Künstlerin), Dur Bahn (Künstlerin), Mesaoo Wrede (Künstlerin und Kunstvermittlerin), Susanne Dettmann (Künstlerin), Astrid Darga (Künstlerin), Mihyun SON (Galeristin der Galerie Son Berlin), ... und die vielen anderen Personen - deren Namen mir gerade nicht einfallen -, deren Inspiration aber zu meinen Ideen beigetragen haben (wie die von meinen Berliner Kneipenwirt vom Zwiebelfisch, Helmut Volmerhaus). Ganz großen Dank vor allem auch an meine langjährige Begleiterin und liebste "Muse" Katerina Mewes.

Axel Arendt

 


  • Warum fotografieren Sie?

    Die Frage ist einfach zu beantworten. Weil es mir Spaß macht.

    Oder mit
    Albert Camus anders ausgedrückt:

    ::  Aufstehen, Straßenbahn, vier Stunden Büro oder Fabrik, Essen, vier Stunden Arbeit, Schlafen, Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag, Samstag, immer derselbe Rhythmus - das ist sehr lange ein bequemer Weg.

    Eines Tages steht aber das “Warum” da, und mit diesem Überdruss, in dem sich das Erstaunen mischt, fängt alles an.  ::

     
  • Seit wann fotografieren Sie?

    Ich fotografiere seit meinem achten oder zehnten Lebensjahr. Damals bekam ich zu Weihnachten eine sog. Box, die ehemalige Kamera meiner Mutter, geschenkt, mit der man auf Rollfilme fotografieren konnte. Die Kamera war etwas besonderes, da sie, im Gegensatz zu den einfacheren Modellen, schon über drei (?) Loch-Blenden verfügte. Die Bilder wurden damit sicherlich nicht besonders gut, was nicht nur an der Einfachheit des Fotoapparates lag, aber waren der erste Schritt dazu, mein Interesse für Fotografie zu wecken.

    Um bessere Ergebnisse zu erzielen, bekam ich von meinem Vater seine Fotobücher geliehen und konnte mich mit deren Hilfe in die Geheimnisse der Fotografie einlesen. Er war es auch, der mir den Zusammenhang zwischen Blende und Tiefenschärfe, sowie den Faktor Belichtungszeit näher brachte.

     
  • Wer waren bzw. sind Ihre Vorbilder?

    Ich glaube, dass ich nie Vorbilder hatte. Es war bei mir nie der Wunsch vorhanden einem bestimmtem Fotografen nachzueifern.

    Inspiriert haben mich die Fotos von
    René Menges , einem Hamburger Fotografen, den ich seit Oktober 1993 kenne und sehr schätze. Seine Fotos und Kalender über Berlin und Hamburg finde ich einfach toll.

    Theoretisches Wissen habe ich aus den Büchern von verschiedenen Autoren bzw. Fotografen wie z. B. Wolf H. Döring, Heinz Krüger gelernt. Auch die Bücher zur Fotografie von Time-Life haben mich angeregt mehr zu versuchen. Andreas Feinigers Grosse Fotolehre hat mich fasziniert und animiert, mich u. a. der s/w Fotografie zu widmen und selbst Fotos zu entwickeln. Während meiner Fachschulausbildung konnte ich - Dank dem ungarischem Dozenten Babos - in späten 1970-er Jahren meine Kenntnisse dazu praktisch vertiefen und experimentieren. (
    Vita)

    Künstlerisch haben mich in frühen 1970-er Jahren
    Wolfgang Schröder (Kunst) und Martin Böttcher (Musik ) gefördert und gefordert. Ebenso wie Ilse Lorenzen (Künstlerin und Kunsttherapeutin), der ich 2004 das erste Mal begegnet bin und die fest davon überzeugt ist, dass jeder Mensch kreativ sein kann, wenn man ihn nur lässt und er die Schwelle des angeblichen “nicht könnens” übertritt.

     
  • Welche Ideen haben Sie angeregt?

    2004 lernte ich die
    Agentur für permanente Kunst im Alltag kennen - begründet in 2002 von Alfred Stephan Mattes in Zusammenarbeit mit Monika Schröder. Deren Idee, Kunst in Alltagssituationen zu zeigen, damit auch ein Publikum erreicht wird, das normalerweise keine Kunstausstellungen besucht, finde ich sehr spannend. Durch die  permanente Konfrontation mit Kunst an ungewohnten Ausstellungsorten sollen Sehgewohnheiten verändert werden. Ein weiteres Ziel ist dabei, Künstler und Publikum auf einer Ebene zusammenzubringen und einen Dialog zu provozieren. Dadurch kann sich nicht nur die Wahrnehmung der Betrachter, sondern auch die der Künstler verändern. Ergebnisse solcher Dialoge werden in den Ausstellungen präsentiert.

    Spannend finde ich auch die Idee der
    galerie son in Berlin - geführt von Mihyun SON (Galeristin), der ich 2006 das erste Mal begegnete, die Kunst (des 21. Jahrhunderts) in der Rolle des Mittlers und der integrativen Kraft zwischen den Kulturen zu sehen. Dabei wird Kunst als Medium und auch als Mediator verstanden, für die Entwicklung einer globalen lebenswerten Gesellschaft. Die galerie son versteht sich dabei als Impulsgeberin in der Kultur der Galerien und will durch ihre Arbeit einen richtungsweisenden Beitrag für den interkulturellen Kunstdialog - nicht nur zwischen Asien und Europa - leisten. Diese Vision ist eine Herausforderung, die die Unterstützung vieler Menschen erfordert. Die galerie son legt für diese Aufgabe einen Grundstein und lädt dazu ein, sich an diesem Gemeinschaftswerk zu beteiligen.

     
  • Welche Kamera verwenden Sie?

    Die der Box nachfolgenden Kameras waren Sucherkameras von Agfa (Silette?), Minox, Rollei und Canon (analog bzw. digital), Spiegelreflexkameras von Praktica, Nikon und Canon (analog bzw. digital). Nach wie vor ist die legendäre Rollei 35 SE im Einsatz.

    Meine Vorliebe hat sich im Laufe der Jahre für kleine und handliche Kameras entwickelt. Einen Fotoapparat habe ich i. d. R. immer dabei, denn es gibt für mich viel zu sehen und damit auch zu fotografieren. Ich mag es überhaupt nicht mit riesigem Equipment durch die Lande zu ziehen. Nichts nervt mich mehr, als mit großen Geräten zu hantieren. Unauffällig fotografieren zu können liegt mir mehr, als großes Brimborium zu betreiben. Die Qualität des Objektivs und der Blick fürs Geschehen sind es, die für mich ein Foto ausmachen, und nicht die Größe des Apparats.

     
  • Was bedeutet fotografieren für Sie?

    Fotografieren - zwischendurch mal vernachlässigt, aber immer wieder dazu zurückgekehrt - war und ist für mich Leidenschaft geworden, Ausdruck meines kreativen Potentials, der Ausgleich für manche Tätigkeit, die nur wenig Spiel- und Freiraum für eigenes, nicht fremdbestimmtes, Denken und Handeln lässt.

     
  • Warum betreiben Sie quick-pics.de?

    Im Laufe der letzten Jahre habe ich gemerkt, dass es mir keinen großen Spaß macht, meine Fotos nur alleine zu betrachten. Die Resonanz auf meine Fotos aus dem Bekannten- und Freundeskreis war es, die die Idee wachsen ließ, meine Bilder öffentlich zu zeigen.

    Ausstellungsfläche zu mieten ist teuer und i. d. R. mit einem Arbeitsaufwand verbunden, der mein Budget, meine Zeit und meine Lust mich zu engagieren sprengt. Es gibt schließlich noch eine andere Welt neben der Fotografie. So weit reicht meine Leidenschaft dann doch nicht.

    Was lag da also näher, mittels des Internets in 2004 ein passendes Forum zu schaffen? Die Zugriffhäufigkeit auf meine Site quick-pics.de zeigt, dass es Menschen gibt, die meine Bilder gerne betrachten.

     
  • Welchen fotografischen Stil pflegen Sie?

    a)
    Vergleiche ich meine früheren Bilder mit denen von heute, sehe ich deutlich, dass ich einem Stil treu geblieben bin bzw. sich ein Blick entwickelt hat, mit dem ich versuche das Wesentliche eines Motivs zu erfassen. Ein Freund - der Fotograf
    René Menges - meinte, in meinen Bilder eine tiefe Form von Minimalismus entdeckt zu haben.

    Meine Bilder entstehen i. d. R. en passant, by the way, mal eben so nebenbei. Sie haben eher dokumentarischen Charakter als vorgedachten und gestalteten. Die Motive sind da. Sie müssen in dem Moment fotografiert werden, in dem ich sie sehe. Ist dieser Augenblick vorüber, ist meist der Reiz zum fotografieren vorbei, ja regelrecht verloren gegangen.

    b)
    In der ART von Juli 2009 wird eine Aussage des (Foto-)Künstler Tobias Zielony zitiert, die ich sehr passend für meine Motivation zu fotografieren finde. U. a. heißt es dort, “dass man den Weltausschnitt am besten beim Akt des Fotografierens bestimmt und nicht hinterher in der Dunkelkammer oder am Computer. Und “dass es nichts nützt, sich zu Hause alles zu überlegen. Man muss losfahren.””

    Es gibt bei mir nur in wenigen Ausnahmen ein Konzept und eine Vorgabe. In erster Linie bin ich an dem Entstehungsprozess interessiert, der auch die Entwicklung des Bildes bestimmt. Zufälle werden stets zugelassen und als Dialog mit dem Vorhandenen aufgegriffen.

    Ich möchte meine “wesentliche Sicht” rüberbringen. Ein Bild wird von mir ganz selten nachträglich verändert. So wie es ist, ist es. Schon beim Fotografieren ist für mich i. d. R. klar, wie das Ergebnis aussehen soll. Nachträglich manipulierte Bilder mag ich nicht.

    c)
    Menschen, die ich fotografiere,  nehme ich mit ihren Ängsten, auf einem Foto schlecht auszusehen, ernst. Ich möchte ihnen aber auch vermitteln, dass sie so sind, wie sie sich auf den entstandenen Bildern wiedersehen.

    Es ist schwer jemandem das Gefühl für sich selbst zu vermitteln, ihm oder ihr nahe zu bringen, dass das, was er/sie auf einem Foto nicht leiden mag, ein wesentlicher Teil von ihm/ihr ist und es sich lohnen könnte, sich selbst zu mögen, sich mindestens zu akzeptieren, sich vielleicht sogar zu lieben. Der Blick auf einen selbst kann manchmal getrübt sein. Man findet sich häßlich, einfach unattraktiv, was ein Betrachter ganz anders sieht.

    Sich selbst zu mögen, sich so zu akzeptieren, wie es ein Foto zeigt, steigert häufig die eigene Attraktivität an sich fast wie von selbst. Fotos von sich zeigen auch deutlich die eigene Geschichte. Sie sind so zu sagen das fotografische Tagebuch eines gelebten (geliebten), erfüllten Lebens. Sie sind eine Ausdrucksform zu sich selbst zu stehen; im Idealfall ohne wenn und aber.

     
  • Betrachten Sie sich als Künstler?

    Mit einer Gegenfrage geantwortet:
    Was ist Kunst? Wo fängt der Kunstbegriff an und wo hört er auf?

    Ich halte es da mit Michael Diers, Professor für Kunstgeschichte, von der Hochschule für bildende Künste in Hamburg, der seinen Studenten in 2008 den Kunstbegriff selbst zur Diskussion gestellt hat. Ein gemeinsam erarbeitetes Ergebnis war: “Kunst übersteigt Kitsch und Dekoration, indem sie Reflexion, Emotion und Sinnlichkeit miteinander verbindet.”

    “Nährboden für künstlerische Tätigkeit ist der Freiraum den man sich nehmen kann, ist der künstlerische Arbeitsplatz (der einen nicht unbedingt nähren muß (Anm. von mir; s. a. unten)) und das theoretische Wissen als Basis zur künstlerischen Entfaltung. Die Eigenart der Fotografie - Abdruck und Spur und zugleich Abstraktion und Konstruktion von Wirklichkeit sowie autonomes Bild zu sein - bietet eine große Spannweite für Ideen, Inspirationen,  künstlerische Konzeptionen und Arbeitsansätze.”

    In diesem Sinne mag ein Betrachter meine Bilder beurteilen und für sich entscheiden, ob er diese für künstlerisch, gar für Kunst oder “nur” für Dekoration hält oder sie einfach so furchtbar findet, dass ein (näheres und/oder weiteres) Anschauen nicht lohnt.

    Zum Künstler sein hier noch eine Anmerkung aus der kleinen Enzyklopädie der Kunstklischees (20) aus Art - Das Kunstmagazin, Nr. 1 / Januar 2009, S. 15:

    Hobbykünstler, der: m., Sg., Kompositum aus dem engl. Begriff für ‘Steckenpferd’ [Beschäftigung, der man in der Freizeit nachgeht] und dem dt. allg. Oberbegriff für kreative Persönlichkeiten. H. meint also einen Menschen, dessen ->Schaffenskraft qualitativ nicht genügt, um mit dem Erschaffenen den Lebensunterhalt zu bestreiten. Der logische Umkehrschluss, dass die kreativen Entäußerungen von Berufskünstlern qualitativ per se hochwertig sind, ist allerd. nicht gültig und bedarf im Einzelfall gesonderter Beweisführung.”

    Nach dieser Feststellung ist so mancher Berufskünstler - leicht boshaft betrachtet - ein Hobbykünstler. Denn die meisten Künstler können von den Ergebnissen ihrer Kunst nicht leben und arbeiten zum Teil in Jobs, die nichts mit Kunst zu tun haben, um sich finanziell über Wasser zu halten.

     
  • Wohin führt Sie Ihr Weg?

    Ich habe u. a. eine Sammelleidenschaft entwickelt, aus der sich so manchens fotografisches Thema herauskristallisiert hat. Es schwirren noch etliche Ideen in meinem Kopf herum und es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie nach und nach zu sehen sein werden. - Lassen Sie sich immer wieder neu überraschen.
     


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